So korrigierst du die Farbe von Unterwasserfotos in Five Meters
Beginne mit dem unveränderten Foto in voller Auflösung und lass Five Meters die Farbrestaurierung durchführen. Beurteile das restaurierte Bild, bevor du Belichtungs-, Wasser-, Dunst- oder Detailregler als Feinanpassungen verwendest.


Der nahe Sand, der Taucher in mittlerer Entfernung und das ferne Wrack liefern unterschiedliche Prüfungen für Farbe, Dunst und erhaltene Details.
Lies das Foto, bevor du einen Regler anfasst
Nimm das GoPro-Wrack als Beispiel. Heller Sand füllt den nahen Meeresboden, ein Taucher durchquert die Bildmitte und das Wrack verschwindet im blauen Dunst. Das Foto braucht Farbrestaurierung, Dunstkontrolle und sorgfältiges Finetuning – Aufgaben, die Five Meters nacheinander erledigt statt mit einem einzigen Regler.[1]
Öffne die originale Kameradatei und keine aus sozialen Medien gespeicherte Kopie.[2] Bevor die Restaurierung läuft, notiere alles, was dir bei der Beurteilung hilft: schwarzes Neopren, eine silberne Flasche, gelbe Flossen, heller Sand und brauner Bewuchs. Das sind nützliche Prüfungen, keine Kalibrierungsziele. Sand ist nicht immer neutral und Ausrüstungsfarben unterscheiden sich.
Notiere außerdem Aufnahmegrenzen, die du später in Ruhe lassen solltest – einen ausgefressenen Lichtfleck, Bewegungsunschärfe oder weiche Ecken –, damit du die Restaurierung nach Farbe und Trennung beurteilen kannst, statt einer Textur nachzujagen, die den Sensor nie erreicht hat.
Überlass dem Modell die Farbarbeit
Five Meters beginnt mit einem Unterwassermodell und nicht mit einer Rotverstärkung. Das Modell erzeugt eine restaurierte Version des Fotos, aus der die App eine vollständige kanalübergreifende Farbtransformation ableitet.[3] Jeder Ausgabekanal kann gemeinsam auf die aufgezeichneten roten, grünen und blauen Werte zurückgreifen. Auf die Originalpixel in voller Auflösung angewandt, bewahrt diese Transformation die feine Kamerastruktur, statt ein niedrig aufgelöstes erzeugtes Bild zu vergrößern, und gewinnt deutlich reichere Farbbeziehungen zurück als Temperatur und Farbton allein.
Warte mit manuellen Änderungen, bis das automatische Ergebnis fertig ist. Wenn die gesamte Restaurierung zu stark wirkt, verringere Restoration, statt sie mit einer gegensätzlichen Temperaturänderung auszugleichen.
Behandle Dunst und Wasser als getrennte Aufgaben
Dehaze ist kein gewöhnlicher Kontrast. Five Meters erstellt eine räumliche Transmissionsschätzung, sodass der Regler auf den wechselnden Schleier im Bild reagiert, statt überall dieselbe Kontrasterhöhung anzuwenden.[4] Erhöhe ihn, bis sich das Motiv sauber vom Wasser trennt. Höre auf, bevor offenes Wasser unnatürlich dunkel wird oder Partikelkanten zu falscher Textur verhärten.
Die Wasserregler verwenden eine vom Modell abgeleitete, weich auslaufende Wassermaske. So konzentrieren sich Änderungen an Farbton, Sättigung und Luminanz auf wahrscheinliche offene Wasserflächen, während Motive geschützt bleiben. Beobachte beim Feintuning feine Kanten, blaue Ausrüstung und reflektierende Fische. Kleine Anpassungen geben dem Bild meist den letzten Schliff.
Arbeite in einer festen Reihenfolge
Stelle Exposure ein und beobachte Blasen, weiße Flossen, Oberflächenreflexe und Lampen. Nutze Temperature und Tint für eine kleine abschließende Tendenz. Passe Contrast, Shadows und Blacks erst an, wenn die Farbe stimmt, denn tiefere Schwarztöne lassen Farben stärker wirken.
Füge Vibrance zurückhaltend hinzu. Gleiche dann Detail und Noise reduction bei 100 % Ansicht aus. Das Robbenbeispiel braucht genug lokalen Kontrast, um das gefleckte Fell vom trüben Wasser zu trennen, aber zu viel Detail härtet auch jedes Schwebeteilchen.
Vergleiche weiter mit dem Original. Beende die Bearbeitung, wenn sich Motiv und Materialien klar trennen, nicht wenn jeder Wasserbereich neutralisiert ist. Blaugrüne Entfernung, verbleibender Dunst und begrenzte Details in der Ferne gehören zu einem Unterwasserfoto und zeigen oft am ehrlichsten, unter welchen Bedingungen es aufgenommen wurde.